Finden Sie die richtige Behandlung!

Jeder Mensch ist anders. Deshalb gibt es auch nicht eine einzige Therapie, die allen Betroffenen gleichermaßen hilft.

Verschiedene Faktoren sollten Sie bei der Suche nach einer passenden Behandlung berücksichtigen, z. B.: Wie häufig Medikamente eingenommen werden müssen, ob es sich um eine andere Behandlung handelt, mögliche Nebenwirkungen, Ihre Krankengeschichte oder auch wie die Therapie in Ihren Alltag passt.

Wie effektiv die Behandlungsmöglichkeiten sind, ist von Patient zu Patient verschieden.

Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt, wenn Sie mit der bisherigen Therapie unzufrieden sind und teilen Sie Ihrem Arzt Ihre Erwartung an die Behandlung mit. Nur so kann diese auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden.

Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten – laut Leitlinie – sind:

Verhaltenstherapien

In der Regel werden sie als erste Möglichkeit eingesetzt. Dazu gehören:

  • Lebensumstellungen (z. B. weniger Kaffee oder Tee zu trinken, abzunehmen oder das Rauchen aufzugeben)
  • Blasentraining
  • Übungen zur Stärkung des Beckenbodens

Verhaltenstherapien lassen sich verhältnismäßig leicht umsetzen. Bei sehr ausgeprägten Beschwerden helfen sie aber meist nur bedingt.

Medikamente in Tablettenform*

Sie werden oft zusätzlich zu Verhaltenstherapien verschrieben, wenn diese allein nicht ausreichend helfen.
Zu den häufig eingesetzten Medikamenten gehören dabei

  • Anticholinergika (auch Antimuskarinika genannt)
  • Beta-3-Adrenozeptor-Agonisten.

Diese zwei Medikamentengruppen, die meist täglich eingenommen werden müssen, unterscheiden sich in der Art, wie sie im Körper wirken. Beide können jedoch die Zahl der Toilettengänge, das Dranggefühl und ungewollten Urinverlust verringern. Die meisten Tabletten* gegen überaktive Blase haben einen sehr ähnlichen Wirkmechanismus, können sich aber in der Ausprägung der Nebenwirkungen unterscheiden. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, wenn Sie mit der Wirkung nicht zufrieden sind oder unter Nebenwirkungen leiden.

Medikamente, die gespritzt werden

Botulinumtoxin Typ A: Wenn die Behandlung mit Medikamenten in Tablettenform* nicht ausreichend geholfen hat oder nicht gut vertragen wurde, kann dieser Wirkstoff gegen die Beschwerden eingesetzt werden. Der Wirkstoff wird vom Arzt – in einem minimalinvasiven Eingriff, ambulant und in der Regel unter Lokalanästhesie – direkt in den überaktiven Blasenmuskel gespritzt. Dieser Eingriff kann alle sechs bis neun Monate wiederholt werden.

Operationen

Der Mehrheit der Patienten können die oben aufgeführten Behandlungsmöglickeiten helfen. Es gibt jedoch auch noch verschiedene Operationstechniken, mit denen z. B. das Fassungsvermögen der Blase erhöht werden kann.

Neuromodulation

Wenn sich die Symptome durch die Medikamente nicht verbessern, kann ein sogenannter Neuromodulator in einer Operation eingesetzt werden. Der Blasenschrittmacher stimuliert die Nerven, die für die Steuerung der Blasenfunktionen verantwortlich sind. Das soll ein ungewolltes Zusammenziehen des Blasenmuskels verhindern.

Wie stark beeinträchtigen die Symptome Ihr Leben? Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Therapie?

Machen Sie den Test!

Nutzen Sie den Fragebogen „Rückmeldungen an den Urologen“, um vor dem nächsten Termin beim Spezialisten Ihre Erfahrungen mit der eingeleiteten Therapie und Ihre Erwartungen in Ruhe zusammenzufassen. Nur durch diese Rückmeldung kann der Urologe Ihre Therapie weiter auf Ihre Bedürfnisse anpassen.

* inkl. Kapseln und Dragees

Finden Sie Ihren Arzt!

Mit der Arztsuche können Sie einen spezialisierten Arzt in Ihrer Nähe finden. Er kann Ihnen bei der Behandlung Ihrer überaktiven Blase helfen.

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